iOS 17 Schock für Apple Watch Käufer, diese iPhones sind jetzt gesperrt

Die Apple Watch hat sich seit ihrer Einführung 2015 zu einem der beliebtesten Wearables entwickelt und dominiert den Smartwatch-Markt. Doch bevor Sie sich für eine der smarten Uhren aus Cupertino entscheiden, sollten Sie die Kompatibilitätsanforderungen genau unter die Lupe nehmen. Denn nicht jedes iPhone kann mit jeder Apple Watch-Generation optimal zusammenarbeiten – und die Apple Watch funktioniert ausschließlich mit iPhones.

iOS 17 als Mindestvoraussetzung: Das müssen Sie wissen

Seit der Apple Watch Series 9 und der Apple Watch Ultra 2 ist iOS 17 die absolute Mindestanforderung für eine vollständige Funktionalität. Diese iOS 17 als Mindestvoraussetzung hat weitreichende Konsequenzen: Selbst wenn Ihr iPhone technisch noch fit ist, könnte es für die neuesten Apple Watch-Modelle zu alt sein.

Die iOS 17-Beschränkung bedeutet konkret, dass folgende iPhone-Modelle nicht mehr mit den aktuellsten Apple Watch-Generationen kompatibel sind: iPhone 6s und iPhone 6s Plus, iPhone SE der ersten Generation, iPhone 7 und iPhone 7 Plus sowie iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Besonders bitter ist diese Entwicklung für Nutzer des iPhone 6s, das lange Zeit ein Paradebeispiel für Apples Langlebigkeit war und über sechs Jahre lang iOS-Updates erhielt.

Welche iPhones funktionieren noch mit aktuellen Apple Watch-Modellen?

Für die Apple Watch Series 9, Ultra 2 und die aktuellen SE-Modelle benötigen Sie mindestens ein iPhone XS oder neuer. Das bedeutet, dass iPhone XS und iPhone XS Max, iPhone XR, die gesamte iPhone 11-Serie, iPhone SE der zweiten und dritten Generation sowie alle iPhone 12-, 13-, 14- und 15-Modelle problemlos mit den neuesten Apple Watch-Versionen funktionieren.

Apple Watch Series 3 als letzte Option für ältere iPhones

Falls Sie ein iPhone besitzen, das nicht iOS 17-kompatibel ist, bleibt nur noch die Apple Watch Series 3 als einzige Option. Diese funktioniert noch mit iOS-Versionen ab 14.7 und kann daher mit iPhone 6s oder neuer gekoppelt werden. Allerdings verpassen Sie dann moderne Features wie das Always-On-Display, erweiterte Gesundheitsfunktionen oder die neuesten Apps.

Ein wichtiger Hinweis zur Apple Watch SE: Entgegen weit verbreiteter Annahmen benötigt auch die Apple Watch SE der ersten Generation ein iPhone XS oder neuer mit iOS 17. Die häufige Verwechslung entsteht durch die ähnliche Namensgebung verschiedener Apple Watch-Generationen, die selbst erfahrene Nutzer verwirren kann.

Android und Apple Watch: Eine unmögliche Kombination

Hier wird es eindeutig und für Android-Nutzer ernüchternd: Die Apple Watch ist komplett auf das Apple-Ökosystem beschränkt. Im Gegensatz zu anderen Smartwatch-Herstellern wie Samsung, die ihre Galaxy Watch-Modelle sowohl für Android als auch für iOS anbieten, bleibt Apple bei seiner geschlossenen Strategie.

Diese Einschränkung ist nicht nur eine Marketing-Entscheidung, sondern technisch bedingt. Die Apple Watch nutzt eine spezielle Variante von watchOS, die tief in iOS integriert ist. Features wie Handoff, die nahtlose Synchronisation von Nachrichten oder die Kopplung mit Apple Pay funktionieren nur durch die enge Verzahnung beider Systeme.

Warum Apple auf Exklusivität setzt

Apples Strategie folgt einem klaren Muster: Durch die iPhone-Bindung der Apple Watch schaffen sie einen starken Anreiz, komplett im Apple-Ökosystem zu bleiben. Wer einmal eine Apple Watch besitzt und deren Funktionen schätzt, wird beim nächsten Smartphone-Kauf eher bei einem iPhone bleiben – auch wenn Android-Modelle möglicherweise attraktiver erscheinen.

Funktionseinschränkungen bei älteren iPhone-Modellen

Selbst wenn Ihr iPhone grundsätzlich mit einer Apple Watch kompatibel ist, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Features verfügbar sind. Je älter das gekoppelte iPhone, desto mehr Einschränkungen müssen Sie in Kauf nehmen.

  • Die Kamera-Fernsteuerung funktioniert nur eingeschränkt bei iPhones ohne Neural Engine
  • Siri-Anfragen werden von älteren iPhones deutlich langsamer verarbeitet
  • Moderne Apple Watch-Apps können bei älteren iPhone-Modellen träge reagieren
  • Neue watchOS-Features kommen oft nur auf neueren iPhone-Generationen zum Tragen

Diese graduellen Einschränkungen fallen im Alltag besonders bei rechenintensiven Funktionen auf. Während grundlegende Features wie Nachrichten oder Telefonate problemlos funktionieren, können komplexere Anwendungen frustrierend langsam werden.

Kaufberatung: Das richtige Setup finden

Bevor Sie eine Apple Watch kaufen, sollten Sie Ihre individuelle Situation bewerten. Besitzen Sie ein iPhone XS oder neuer? Dann steht dem Kauf der neuesten Apple Watch-Generation nichts im Wege und Sie können das volle Potenzial ausschöpfen.

Falls Sie noch ein älteres iPhone nutzen, haben Sie zwei Optionen: Entweder Sie upgraden gleichzeitig Smartphone und Smartwatch – was allerdings eine beträchtliche Investition bedeutet – oder Sie greifen zur Apple Watch Series 3, die als einziges aktuelles Modell noch mit älteren iPhones kompatibel ist.

Die Series 3 als Kompromisslösung

Die Apple Watch Series 3 mag nicht die neueste Technik bieten, deckt aber immer noch die wichtigsten Smartwatch-Funktionen ab. Sie funktioniert mit iPhone 6s und iOS 14.7 und ist oft deutlich günstiger als neuere Modelle. Für Nutzer, die hauptsächlich Nachrichten, Anrufe und grundlegende Fitness-Features benötigen, kann sie eine durchaus sinnvolle Wahl darstellen.

Die Kompatibilitätsfrage bei der Apple Watch zeigt exemplarisch, wie Apple sein Ökosystem strategisch ausbaut. Während die iPhone-Bindung für manche Nutzer ein Hindernis darstellt, profitieren Apple-Fans von einer nahtlosen Integration, die andere Hersteller nur schwer nachahmen können. Entscheidend ist, vor dem Kauf die eigene Hardware-Situation realistisch zu bewerten – sonst erleben Sie nach dem Auspacken eine böse Überraschung.

Welches iPhone nutzt du mit deiner Apple Watch?
iPhone 15 neueste Generation
iPhone 14 oder 13
iPhone 12 oder 11
iPhone XS oder XR
Älteres iPhone oder keine Watch

Schreibe einen Kommentar